Wundersame Märchen
 Reise in die Märchenwelt 



Märchentherapie

Schauen wir uns den Ursprung des Begriffes der Psychotherapie an, so kommen wir dem Ziel der Märchentherapie sehr nahe: „Psyche“, griechisch, bedeutet soviel wie Atem, Hauch, Seele und „therape├║ein“, griechisch, soviel wie hegen und sorgen.
Es geht darum, mit Hilfe von Märchen die eigenen bewussten oder unbewussten inneren Stärken und Schwächen zu erkennen und die „Schwächen“ gezielt zu behandeln.

Märchen sind uralt, aber niemals veraltet. Jedes Volk hat seine ihm eigenen Märchen. Sie stecken voller Weisheit und Wahrheit und bergen ein großes Wissen um die menschliche Seele, ihre Verstrickungen und Verwirrungen.

Märchen sind - ähnlich wie Träume - Tore zum Unbewussten. Sie erlauben uns auf der symbolischen Ebene innere Wahrheiten zu erkennen und zu erleben.

Märchen sind ein Spiegelbild unserer Seele

Märchen, die wir lieben, sagen etwas über unsere Sehnsüchte, Wünsche und Bedürfnisse aus; sie offenbaren uns, mit welchen menschlichen Haltungen wir uns identifizieren, sie weisen uns aber auch darauf hin, welche Probleme wir noch angehen und welche Haltungen wir noch entwickeln müssen. Dabei kann es vorkommen, dass manch ein innerseelisches Problem uns nicht bewusst ist und erst im Rahmen der Märchentherapie zu Tage tritt.


So wählte sich z.B. eine Frau, deren Lieblingsmärchen Schneewittchen war, sich Schneewittchen als Identifikationsfigur aus. Sie sagte, dass sie wie Schneewittchen auch häufig erlebe, dass sie wie in einem gläsernen Sarg liege. Sie fühle sich dann total von den anderen Menschen getrennt. In einer gestalttherapeutisch geprägten Märchentherapiesitzung spürte sie während der Identifikationsphase, dass sie keinerlei Bedürfnis hatte, andere Menschen zu kontaktieren. Sie spürte absolut keinen Impuls in sich, den gläsernen Sargdeckel zu öffnen. In der anschließenden Reflexionsphase kam ihr zum ersten Mal die Erkenntnis, dass es nicht die anderen, sondern s i e es ist, die Kontakt vermeiden will“.
(Regine Lückel, Gestalttherapeutische und integrative Arbeit mit Märchen, Jungfermann-Verlag, Paderborn 3/1985, S. 31)


Seit Sigmund Freud und Carl Gustav Jung hat sich die moderne Psychologie mit Märchen und ihrer heilenden und entwicklungsfördernden Wirkung beschäftigt.

"Die Märchen sind ... eine Fundgrunde für psychotherapeutische Sitzungen. Denn sie bieten Grundgestalten von Konflikten an, die immer wieder auftreten."
(E. Drewermann, Interview mit der Südwestpresse, Magdi Aboul-Kheir, 08.04.2013)


Somit ist die Märchentherapie eine wirksame Methode für Kinder und gleichermaßen auch für Erwachsene, den Weg ins Innere des Menschen zu finden. Sie kann eine Brücke schaffen zwischen Innen und Außen, zwischen Unbewusstem und Bewusstem. Mit ihrer Hilfe können innere, emotionale Prozesse aufgedeckt und neue Lösungsmuster entwickelt werden. Bei ihr findet zudem eine Verbindung zwischen dem uralten gesellschaftlichen Erfahrungsschatz und den modernen psychotherapeutischen Erkenntnissen statt. (C.G. Jung)

In der Psychotherapie erlebe ich ständig, dass sich bestimmte Märchenfiguren als Interpretation von Entwicklungsgeschichten in Kindheitstagen förmlich aufdrängen. Und wenn ich heute ein Märchen auslege, ist die Resonanz ganz entsprechend. Viele erkennen ganze Teile ihrer persönlichen Biografie oder ihrer gegenwärtigen Problemstellung in den Geschichten wieder.
(E. Drewermann, Interview mit der NOZ am 10.12.2012)


Schon C.G. Jung (Symbolik des Geistes, 1948) hebt die Bedeutung von Entwicklungsvorgängen in den Märchen hervor, jedoch nicht nur in der Kindheit oder Pubertät, sondern auch und besonders in der Lebensmitte:
Der bisher stark nach außen gewandte Mensch tritt den Weg nach innen an. In der Reife finden Bewußtsein und Unbewußtes eine neue Verbindung, die Beziehungen zur äußeren und inneren Welt kommen zum Einklang".


Im Rahmen einer Therapie ist es für den Klienten wichtig, seine Lebenssituation sowie die bestehenden Konfliktmomente zu verbalisieren oder darzustellen, um sie gemeinsam mit dem Therapeuten zu bearbeiten und letztendlich zu einer Lösung im Fühlen, Denken und Handeln zu kommen. Dies erzeugt oftmals große Ängste.
,,In der Identifikation mit einem Märchenhelden oder einer Märchenheldin kann man den Mut finden, sich mit einer eigenen Problematik auseinanderzusetzen."
(Kast, Märchen als Therapie, S. 185)


Es ist für den Klienten einfacher über die Person eines Märchenhelden, der vor derselben Problematik steht wie er, Aussagen zu machen. Er kann ohne große Befürchtungen Vermutungen über die Ursprünge des Handelns des Märchenhelden äußern oder Lösungsvorschläge unterbreiten, die er sich selbst nicht zugestehen würde oder die für ihn selbst emotional noch zu bedrohlich erscheinen.
,,Die Arbeit mit dem Märchen - und das tut Arbeit mit dem Märchen eigentlich immer - bewirkt .., daß er sich mit seinem Problem auseinandersetzen [kann] ... daß er sich aber gleichzeitig auch so weit von ihm distanzieren [kann] ... daß es ihn nicht lähmt."
(Kast, Die Dynamik der Symbole, S. 237)
Auf diese Weise ist es dem Klienten möglich, sich der eigenen Problematik Schritt für Schritt zu nähern, aber nur soweit und in dem Tempo, wie es für seine Psyche erträglich ist.


Die durch Märchen oftmals hervorgerufene Identifikation und Projektion nutzt die Märchentherapie, um innere Bilder zu erwecken, Emotionen und Erfahrungen aus dem Unbewussten in die „Außenwelt“ zu transportieren und anschließend analytisch zu deuten. Festgefahrene Prozesse können manchmal durch die Märchenbilder in Bewegung kommen.

,,Das Märchen gibt Anregung dazu, wie psychische Prozesse weitergeführt werden könnten, ohne direkt zu fordern, daß diese Anregungen auch verwirklicht werden müssen. ... Es ermöglicht Selbsterkenntnis und gibt Anregung zur Veränderung einer Lebenssituation"
(Kast, Märchen als Therapie, S. 103)


Dabei ist es gerade die bildhafte und realitätsfremde Darstellung des Märchens, die es uns möglich macht, neue Wege zu beschreiten, um eigene und seiner persönlichen Situation angepasste Lösungsmöglichkeiten zu finden.
Märchen sind Geschichten, in denen Situationen geschildert werden, die man sich leicht bildhaft vorstellen kann. Daher werden wir uns über jede Station in einem Märchen unsere eigenen Bilder in unserer Phantasie machen und uns dazu auch unsere Gedanken machen. Auch wenn die Märchen von allgemeinmenschlichen Problemen handeln und wir uns vom Thema berührt fühlen, sind wir doch auf unsere individuelle Weise davon berührt. Durch unsere Lebenserfahrungen, durch unsere Lebensgeschichte, aber auch durch den Zeitgeist sind sie gefärbt. Trotzdem sollte man die allgemeinmenschlichen und archetypischen Zusammenhängen bei der Arbeit mit Märchen nicht aus den Augen verlieren.


Fast alle Märchen beginnen mit ungeheuer schweren, oft eigentlich unlösbaren Aufgaben für den Märchenhelden, der zumeist „arm dran“ ist. (Waise, jüngstes Kind, Stiefkind, armer Schlucker, verzauberter Prinz, Dummerjan ...) Es soll Stroh in Gold gesponnen werden, sonst droht der Tod; Kinder werden von den Eltern im Wald ausgesetzt, sie verlieren ihre Geborgenheit; Prinzessinnen werden Drachen ausgeliefert, begegnen dem unverschuldeten Tod, etc. Der Held muss seinen Weg durch diese Ängste und Gefahren hindurch finden.


Und die Märchen verkünden: Wenn man sich der Angst stellt, durch sie hindurchgeht und schließlich mit ihr fertig wird, dann wird man dafür belohnt. Kein Märchenheld bleibt in der Angst stecken, sondern er befreit sich - manchmal mit Hilfe guter Mächte - aus ihr und der Unlösbarkeit der Probleme. Jeder wächst über die Angst und damit über sich hinaus. Somit schenken Märchen immer Hoffnung und Gewissheit. Jedes Märchen verkündet: „Du kannst Bedrohliches meistern!", denn der Gute, die Gute oder das Gute wird im Märchen immer siegen. Hieraus schöpft der Mensch seinen Mut, sich seinen Aufgaben zu stellen.
Prüfung und Bewährung, Befreiung und Erlösung ist der immer wiederkehrende Themenkreis des Märchens.


Die Märchenfiguren werden zu Projektionsflächen für unsere Wünsche, Ängste, Hilflosigkeit, Hass, Liebe, Aggression und andere menschliche Regungen. Durch sie lernen wir uns kennen, denken über existentielle Fragen nach, aber immer im Spiegel des Märchens, d.h. mit einer gewissen Distanz.
Im Märchen jedoch kann man in der Projektion ungestraft hassen oder töten, man darf Sehnsüchte zeigen und Liebe suchen. Man darf sich endlich einmal groß und omnipotent fühlen. Sozial unerwünschte Gefühle können in der Distanz der Märchen ausgelebt werden.


Man erfährt zudem, dass es aus jeder offenbar aussichtslosen Situation Lösungen gibt. Man lernt, dass durch ein aktives Eingreifen - manchmal auch unter Mithilfe guter Mächte - das schreckliche Schicksal gewandelt werden kann. Zumindest sagen die Märchen uns, dass wir uns anhand von unseren Problemen entwickeln können. So vermitteln sie uns Mut zur Zukunft, damit wir nicht in der Vergangenheit, in einer Opferhaltung haften bleiben müssen. Diese Haltung der Märchen beeinflusst uns, ob wir es wahrnehmen oder nicht.
Märchen lehren uns scheinbar wenig über die Verhältnisse des modernen Lebens, sie lassen Naturgesetze (soweit sie uns heute bekannt sind) außer Acht, sie richten sich nicht nach den Gesetzen der Logik, die unser waches Denken beherrschen.


Aber dennoch entfremden Märchen uns nicht von der Wirklichkeit, sondern sie können auf ihre Weise Antworten auf wesentliche Fragen geben, die uns Menschen, die Menschheit insgesamt immer wieder bewegen.
Max Lüthi sagt, dass wenn Märchen auch nicht die Realität darstellen, so spiegeln sie doch die innere, die seelische Wahrheit. Dadurch spielen Märchen in ihrer „Wundersamkeit“ eine wichtige Rolle im Heilungsprozess. Sie zeigen uns außerdem den Umgang mit existentiellen Problemen auf: mit Tod und Sterben, mit Angst und Trennung, mit Liebe und Hass, mit Trennung und der Suche nach Geborgenheit, mit Bedrohung und Aufbruch. Jedes Märchen hat seine, ihm eigene spezielle Botschaft. Da die Märchen Konfliktsituationen behandeln, die im Leben eines jeden Menschen vorkommen, kann sich also jeder von ihnen angesprochen fühlen und dem Märchen einen eigenen, der individuellen Lebenssituation entsprechenden Sinn abgewinnen.


Die Arbeit mit Märchen wird mit unterschiedlichsten anderen therapeutischen Methoden verknüpft: z.B. mit gestalttherapeutischen Methoden, mit tiefenpsychologischen und psychoanalytischen Konzepten, mit Gestalt- und Psychodrama, mit Masken- und Poesietherapie, mit Dialogtherapie, mit der Methode des katathymen Bildes, mit Imagination, mit Entspannungsmethoden und mit Formen aus der darstellenden und bildnerischen Kunsttherapie.
Mit der Methode der Amplifikation versucht man zu einem Motiv oder einem psychischen Ereignis Parallelen zu finden, um allgemeinmenschliche und archetypische Zusammenhänge zu erkennen. Es wird danach gefragt, welche Bedeutung das Symbol oder Ereignis in der Gesellschaft oder in anderen Kulturen hat. Damit „wachsen der personalistisch verengten und erstarrten Persönlichkeit des erkrankten modernen Menschen neue Einsichts- und Lebensmöglichkeiten zu."
(Neumann, 1949 a, S. 11)


Bei vielen der Märchentherapiemethoden (Gestalttherapie) kommt hinzu, dass der Klient seine von ihm nicht akzeptierten Gefühle und Eigenschaften auf die von ihm selbst spontan ausgewählten Märchenfiguren projiziert und sie dann z.B. im Dialog oder dialogischen Rollenspiel ausleben und sie als seine eigenen erkennen und sie reintegrieren kann. Bettelheim beschreibt dies folgendermaßen:
,,Für die, welche sich in das vertiefen, was das Märchen uns mitzuteilen hat, wird es zu einem tiefen, ruhigen See, in dem sich zunächst nur unser eigenes Bild spiegelt. Aber dann entdecken wir hinter diesem äußeren Bild die inneren Verwirrungen unserer Seele - ihre Tiefe und Möglichkeiten, unseren Frieden mit uns selbst und der Welt zu machen, was der Lohn unserer Mühe ist".
(Bettelheim, S. 364)


In der Tiefenpsychologie können die dem Helden begegnenden Personen oder Tiere subjektstufig oder objektstufig gedeutet werden.
,,Subjektstufige Deutungsform meint: Jede Figur, die auftritt, kann auch als Persönlichkeitszug des Träumers, hier im Märchen als Persönlichkeitszug der Heldenfigur, aufgefaßt werden".
(Kast, Wege aus Angst und Symbiose, S. 8)
Eine objektstufige Deutung hingegen fasst die auftretenden Figuren als Verkörperung der Menschen aus der näheren Umgebung der Hauptfigur auf, die in seinem Leben und für seine Entwicklung herausragende Rollen spielten oder noch spielen.


Gelingt uns das Verstehen und Erkennen, so können wir Sicherheit und Geborgenheit unserer Kindheit spüren. Es wird uns dadurch gelingen, wieder die integrative Brücke zwischen Realität und Vorstellung zu bauen und zu beschreiten.

Doch das Verstehen und Erkennen ist nicht so einfach. Mythen, Märchen und Träume haben eines gemeinsam: Alle sind in der gleichen Sprache - der symbolischen Sprache - geschrieben. Sie sprechen zu uns in Symbolen, in Bildern.
Erich Fromm (1951a: Märchen, Mythen, Träume. Eine Einführung in das Verständnis einer vergessenen Sprache) definiert die symbolische Sprache: Die Symbolsprache ist eine Sprache, in der innere Erfahrungen, Gefühle und Gedanken so ausgedrückt werden, als ob es sich um sinnliche Wahrnehmungen, um Ereignisse in der Außenwelt handelte.
Sie ist ein Symbol der Innenwelt, ein Symbol unserer Seele und unseres Geistes.
Es ist eine Sprache, die eine andere Logik hat als unsere Alltagssprache, die wir tagsüber sprechen. Die Symbolsprache hat eine Logik, in der nicht Zeit und Raum die dominierenden Kategorien sind, sondern Intensität und Assoziation. ...

Für C. G. Jung hingegen ist das Symbol ein Versuch "eine Gegebenheit auszudrücken, für die kein Wortbegriff existiert."
,,Im Symbol verdichten sich Erfahrungen, psychische Inhalte, vor allem auch Emotionen, die anders nicht darzustellen sind".
(Kast, Märchen als Therapie, S. 10)


Wir müssen uns bemühen, den Symbolgehalt der Märchen zu verstehen. All die Hexen, Riesen und Drachen sind nicht als Auswüchse unsinniger Phantasterei zu sehen, sondern als innere Aspekte eines jeden Menschen, die gelebt oder ungelebt, bewusst oder unbewusst in uns schlummern. Aus diesem Grunde ist eine adäquate Deutung des symbolischen Märchengehalts besonders wichtig. Kast erklärt diesen Vorgang folgendermaßen:
,,Wenn wir deuten, suchen wir jeweils die unsichtbare Wirklichkeit hinter [dem] ... Sichtbaren und ihrer Verknüpfung"
(Kast, Die Dynamik der Symbole, S. 20)


Appell:

Gerade Märchen sollten im digitalen Zeitalter nicht vergessen werden, da sie uns helfen, uns unserer Emotionen, inneren Wünsche und Bedürfnisse klar zu werden. Märchen - im Gegensatz zu den digitalen Medien - überrollen uns nicht, sie lassen Luft und Freiraum für die Selbsterkenntnis.

Aber der Umgang mit Märchen darf nicht verloren gehen, sonst gehen ganze Teile der eigenen Psyche in den Untergrund.
(E. Drewermannn, Interview mit der NOZ am 10.12.2012)


Unsere Kinder haben ein Recht darauf, dass man sie an die Hand nimmt und behutsam in das Erwachsenenleben begleitet. Aber zwischen ihren kindlichen Vorstellungen und unserer Realität liegt ein langer Entwicklungsweg, der durch psychische Aufklärung, durch Arbeit am Unbewussten gegangen werden muss. Wir Erwachsenen neigen in aller Regel dazu, unseren Kindern die Märchen abzugewöhnen. Wir bringen ihnen bei, verächtlich auf Märchen herab zu schauen. Wir verknüpfen die Märchen mit dem Beigeschmack von „Kinderkram“, von reiner Phantasterei. Wir konfrontieren sie mit dem Ausdruck: „Erzähl doch keine Märchen!“

Und so werden Märchen plötzlich negativ bewertet, sie erhalten die Bedeutung von Schwindeleien und Lügen. Nichts ist mehr von ihrer einstigen Schönheit und Wundersamkeit zu spüren.

Oft passen wir unsere Kinder mit „Gewalt“ an die Welt der Erwachsenen an. In dieser ist nur das etwas wert, was den „Tatsachen“ entspricht. Nur das, was sichtbar, objektiv und wissenschaftlich überprüfbar ist, besitzt Wert und Gültigkeit.


Wir haben unseren Kindern beigebracht, nur noch mit den Augen und dem Verstand zu sehen. Das Sehen mit dem Herzen haben sie und wir verlernt.

Den von Bruno Bettelheim geprägten Aufruf „Kinder brauchen Märchen“ erweitern wir „Auch Erwachsene brauchen Märchen!